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Translation kindly provided by Thomas Caspari, Olivia Taviah (MAM Düsseldorf), Barbara Keller (openhouse)


Gemeinschaftliche öffentliche Versammlungen für die Zukunft unserer Nahrung und unseres Planeten — 2. bis 16. Oktober – Überall

Die Welt steht an allen Ecken und Enden vor dem sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Kollaps. Daran trägt die mächtige Agroindustrie in großem Maße die Verantwortung.

Die Zerstörung von 75% unserer Böden, der Gewässer und der biologischen Vielfalt, gehen mit 50% des Klimawandels auf deren Rechnung, und doch produziert dieses System, das seine Wurzeln in der Kriegsindustrie hat, nur 30% unserer Lebensmittel.

fb20160615_152439a-germanDie wahren Nahrungsmittelhersteller sind die Bestäuber, die Bodenorganismen, die biologische Vielfalt und die Kleinbauern, die – als Mit-Schöpfer und Mit-Produzenten an der Seite der Natur – 70% der Lebensmittel zur Verfügung stellen, die den Planeten und die Menschen nähren.

Monsanto hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre zum größten Zerstörer in der Landwirtschaft entwickelt. Dank seiner Mythen über GVOs, dank der Patente, dem unkontrollierten Handel und den toxischen Substanzen haben wir Saatgut-Monopole und Gift im Essen.

Im Laufe der Aktionen für Saatgutfreiheit vom 2. bis 16. Oktober 2016, zu denen Navdanya alljährlich aufruft, wird auch ein Internationales Monsanto Tribunal sowie eine große öffentliche Versammlung mitorganisiert, die vom 14. bis 16. Oktober in Den Haag stattfinden werden.

Seid dabei, wo auch immer ihr seid, und organisiert gemeinschaftliche öffentliche Versammlungen um unser Lebensmittelsystem zurückzugewinnen – unter dem Motto: Unser Brot und Unsere Freiheit!


INHALT: TermineHinweise für Gemeinsame VersammlungenWelternährungstag


Sechs Fragen an MonsantoDer Krieg der Konzerne gegen den Planeten, die Menschen und die Demokratie [Englisch]Das Monsanto Tribunal und die Völkerversammlung in Den Haag [Englisch]


Wichtige Termine

15. – 16. Oktober – Den Haag, Niederlande: Internationales Monsanto Tribunal

14. – 16. Okotber Den Haag, Niederlande: Große öffentliche Versammlung für die Zukunft unserer Nahrung und unseres Planeten [Englisch]

2. – 16. Oktober – weltweit an jedem Ort: Lokale öffentliche Versammlungen für die Zukunft unserer Nahrung und unseres Planeten

16. Oktober: Welternährungstag – weltweit: Protestveranstaltungen gegen Monsanto


Lokale Öffentliche Versammlungen — 2. – 16. Oktober — Hinweise zur Organisation

Öffentliche Versammlungen für die Zukunft unserer Nahrung und unseres Planeten sind unabhängige, selbst organisierte Veranstaltungen, mit denen wir versuchen ein öffentliches Gerichtsverfahren anzuregen gegen jene kriminellen Konzerne, die die Gesundheit unseres Planeten bedrohen.

Auf allen Ebenen, ganz gleich ob in Gemeinden, Dörfern, Städten, Regionen und Ländern, machen Menschen eine Bilanz der durch Monsanto und andere gleichgesinnte Konzerne verursachten Schäden an unserer Umwelt, dem öffentlichen Gesundheitssystem, der Unabhängigkeit von Wissenschaft und Rechtssystem und unserer Freiheit und Demokratie. Diese Versammlungen haben auch das Ziel, eine gemeinsame Vision und partizipative Planung auf lokaler Ebene zu entwickeln, unter Berücksichtigung unserer aktiven Arbeit für eine Zukunft, die frei ist von GVOs, von Giften, von fossilen Brennstoffen, von Patenten, von sogenanntem “Frei-Handel” und von der diktatorischen Kontrolle der Großkonzerne.

Bildet unabhängige Gruppen von Freiwilligen aus den verschiedensten Bereichen der Gemeinschaft, wie zum Beispiel: Saatguterhalter, Gärtner, Bauern, Mütter, Väter, Köche, Schulen, lokale Behörden, Ärzte, Rechtsanwälte, einfache Bürger, etc … Organisiert einen öffentlichen Raum (Garten, Hof, Rathaus, öffentlicher Platz, Gemeinschaftsanlage, Kirchplatz, Schule, Hochschule oder Universität), wo eure lokale öffentliche Versammlung, zwischen dem 02. und dem 16. Oktober stattfinden kann und ladet alle Freunde und Familien, alle Initiativen, Gruppen, Organisationen und Institutionen ein, teilzunehmen.

Der Tag kann völlig frei gestaltet werden – zum Beispiel als Food Festival mit einer Mahlzeit oder einem Picknick aus lokalen Bioprodukten und/oder als Erntedank-Fest mit Austausch von Saatgut, Pflanzen und lokalen Produkten, und der Verpflichtung keine Patente auf Saatgut zu akzeptieren.

Dies sind die zwei Aspekte, die im Vordergrund stehen sollten:

1. Forscht nach dem schädlichen Einfluss den Monsanto und Co. in eurer Gemeinde und Region haben. Ermittelt zum Beispiel die Wirkung von Monsanto selbst und dessen Produkten in eurer Nähe – zum Beispiel Einsatz von Roundup, GVOs; welche Rolle Patente und Lizenzgebühren spielen; ob es genetische Kontamination gibt; Angriffe auf Wissenschaftler, Korruption von Beamten und gewählten Vertretern; ob Verwässerung oder Abschaffung von Gesetzen für die Sicherheit und das Recht der Bauern auf ihr eigenes Saatgut stattfindet.
Organisiert eine öffentliche Verhandlung gegen die verbrecherischen Konzerne, die die Menschheit, die biologische Vielfalt, die Gesundheit aller, die Gesundheit und Zukunft unserer Kinder, und nicht zuletzt unsere Demokratie zerstören.

2. Verbindet euch mit Menschen in euer Nähe, die aktiv das Ziel verfolgen, lokale Lebensmittelversorgungssysteme und Gemeinschaften zu bilden, die weitestgehend ohne Gifte, ohne GVOs, ohne Patente, ohne fossile Brennstoffe auskommen, und die sich nicht mehr dem Diktat von Großkonzernen beugen wollen.
Schließt euch Initiativen an, die den Saatgut-Erhalt und -Nachbau, den ökologischen Landbau, Stadt- und Schulgärten, lokale Bauernmärkte , CSAs (Community Supported Agriculture) oder Solawis (Solidarische Landwirtschaft), ethische Einkaufsgruppen und -Koops, etc …unterstützen.

Zeichnet eure Vision einer GVO- und Agrochemie-freien Zukunft auf, sowie auch eure Vision für Saatgut-Freiheit und Lebensmittelsouveränität und erstellt einen Aktionsplan, wie diese Vision bis zum Jahr 2020 umgesetzt werden kann.
Auch Diskussionsgruppen sind dafür sehr geeignet, dabei können konkrete Ideen und Aufgaben aufgezeichnet, Schaubilder und Kunstwerke entwickelt werden.

Bildet eine Allianz der Menschlichkeit um den demokratischen Prozess fortzusetzen, um die Kriegsverbrecher aus unseren Lebensmittelsystemen zu verbannen und um eine gewaltfreie, gesunde und üppige Nahrungsproduktion wieder zu ermöglichen. Säet die Samen des Lebens, die Saat der Freiheit aus!


Wie erfährt die Welt von eurer Versammlung:

1. Ankündigung

Teilt Eure geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten für Saatgutfreiheit im Seed Freedom Kalender. Nennt Datum, fügt eine kurze Beschreibung, ein Bild eurer Wahl und die dazugehörigen Links hinzu (Webseite, Social Media, usw.) 

Veranstaltungsformular ausfüllen [mit Google Translate widget]: http://seedfreedom.info/events/submit-your-event/

– Für Veranstaltungen in Eurer Nähe, besucht: http://seedfreedom.info/seed-freedom-events-calendar-germany/ [Deutschland] – http://seedfreedom.info/events/ [Weltweit]


2. Nach der Veranstaltung

Sendet uns eure Erlebnisse, Ergebnisse und Beschlüsse, geschriebene Berichte, Fotos, Videos eurer eigenen People’s Assembly on the Future of our Food, Future of our Planet  an die Email: submit [@] peoplesassembly.net

Am 16. Oktober, als Abschluss der großen Versammlung in Den Haag, die Teil des Internationalen Monsanto Tribunals ist, werden eure Ergebnisse, Resolutionen, Fotos und Videos, gemeinsam mit allen anderen, als eine weltweite gemeinschaftliche Vision des Planeten für die Zukunft unserer Nahrung vorgestellt – eine Vision, die, gemeinsam erarbeitet, aus den Graswurzelbewegungen hervorgeht, und sich dem toxischen Plan von Monsanto und allen anderen Giftmischern widersetzt, die uns ihr Modell einer von Agrochemie, Gentechnik und Patenten abhängigen Landwirtschaft aufzwingen.

Wenn ihr einen Monsanto-Protestmarsch am 16. Oktober organisiert, tragt eure Vision auf der Veranstaltung vor, teilt euer Brot, Nahrung und Saatgut. Unser Brot ist unsere Freiheit.


Welternährungstag – 16. Oktober

Lasst uns den diesjährigen Welternährungstag zum Anlass nehmen, uns gemeinsam und verbindlich für Saatgut- und Lebensmittel-Freiheit zu entscheiden, und uns von der Konzern-Propaganda zu lösen, die uns lähmt. Lasst Erde und biologische Vielfalt unsere Wegweiser sein, für eine Zukunft, die auf Saatgut- und Lebensmittel-Freiheit gründet.

Der ‘kommerzielle’ Welternährungspreis 2016, der zum Welternährungstag verliehen wird, ist in diesem Jahr der “Biofortifikation” gewidmet.

Konzern-abhängige Wissenschaftler, gefördert durch Bill Gates, wurden für die Erfindung einer orangen Süßkartoffel für den Preis vorgeschlagen. Aber die Māori in Neuseeland hatten schon vor Jahrhunderten Kūmara, eine orange (Beauregard) Süßkartoffel entwickelt.
Gates finanziert auch die Biopiraterie-Forschung von Dr. Dale in Queensland, der die, an Vitamin A reiche, einheimische Banane aus Mikronesien einfach als von ihm selbst erfundene Gentech-Banane erklärte.
Biopiraterie, welche das Allgemeingut Biodiversität und das indigene Wissen regelrecht raubt, ist keine Wissenschaft oder Innovation.
107 Nobelpreisträger (einschließlich eines Toten!) wurden bemüht, Lobeshymnen für den gescheiterten “Golden Rice” zu formulieren, um damit  die Gentechnik weiter zu fördern. Erwiesenermaßen sind Bt- und Ht-GVOs nicht in der Lage, Schädlinge und Unkräuter in Schach zu halten, ganz im Gegenteil, es entwickeln sich stattdessen Superschädlinge und Super-Un-Kräuter und dennoch ist die Biotech-Industrie, Hand in Hand mit der Geldmacht, dabei Ausrottungs-Technologien wie Gen-Editing und sich verselbständigende Gen-Drive-Systeme zu entfesseln.

Ausrottung ist ein Verbrechen gegen Natur und Menschheit.

Biodiversität produziert mehr Nahrung als die Konzern-eigenen “Biofortifikation”-Projekte.

Am Welternährungstag wollen wir die Agrarökologie und unsere reiche Artenvielfalt ehren, denn sie sind die überlegenen Alternativen zu all jenen gewalttätigen und gescheiterten Hilfsmittel, die Krieg und militärisierte Geister hervorbringen.

Wir wollen alle Wesen und unsere Gemeinschaften in ihrer reichen und lebendigen Vielfalt feiern, mit Märschen und Festen, mit Märkten und Festivals.


Auch nachlesen:

Weitere Informationen zum Thema Monsanto Tribunal: http://de.monsantotribunal.org/

Weitere Informationen über Navdanya’s Kampagne zu Jaiv Panchayat – Lebendige Demokratie seit 1999 [Englisch].


Weitere Aktivitäten für die Seed Freedom-Kampagne:

Unterzeichnet die Erklärung zur Saatgutfreiheit: http://seedfreedom.info/de/erklarung-zur-saatgutfreiheit/

Seed Freedom News & Updates hier: http://seedfreedom.info/newsletter/


Online Ressourcen von Seed Freedom

Website –   http://seedfreedom.info
Twitter –     https://twitter.com/occupytheseed
Facebook – https://www.facebook.com/savetheseed
Facebook Event — http://bit.ly/SF2-16Oct15
YouTube –   http://www.youtube.com/user/occupytheseed
Email – info [@] peoplesassembly [.] net


Von Dr Vandana Shiva zitierte Berichte (in  englischer Sprache):

Report ‘Monsanto the Gene Giant

The Monsanto Files – The Ecologist, 1998 (browse 1998)

The GMO Emperor has No Clothes

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